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KYMA-Welle ist eine über Jahre entstandene Serie der Konzeptfotografie von Peter-Paul Reinmuth.
Die Aufnahmen entstanden vor den Küsten der Welt an der
- Adria
- Andamanensee
- Arabischen See
- Corallensee
- Nordsee
- Ostsee
- Japanischen See und am
- Atlantik.
Kyma ist die alte griechische Bezeichnung für
- die eigentliche Wellenbewegung und Woge,
- die aus Blüten- und Fruchtstrukturen endlos entwickelte
- Schmuckleiste und
- der Umbruch in eine neue Qualität.
Die Bezeichnung Kyma soll so interpretiert keine Tautologie zu unserem Wort Welle sein, sondern ein fast vergessenes Idiom erinnern.
Wellenbewegungen sind Interferenzmuster der Wasserrotation durch ansteigende Meeresböden. So entstehen je nach Meeresboden spezifische Wellentypen. Wellen sind gefühlte Küstenlandschaften.
Wellenbrüche offenbaren puristische Strukturen eines zum Zerreissen ausgedehnten und bewegten Raumes. Die Muster sind gleichnishaft in Blütenformen und Hüllblättern zu finden. An antiken Bauwerken zieren die Typen der Hohlkehle, des Eierstabs oder des Herzlaubes das Kyma.
Wellen sind Lösungsmuster der Erneuerung. Wasser kann sich nur durch freie Bewegung vollständig reinigen. In Verbindung mit den unterschiedlichen Lichtbrechungen kann die Reflektion ein gesundendes Abbild entstehen lassen.
Wasser ist in der Literatur Spiegel zur Seele. Wind ist das Gleichnis des Geistes. Ein Abtauchen ist eine Befreiung aus der Zeitgebundenheit. Eine Konzentration auf Detailstrukturen ist ein Auftauchen der Gedanken in der Zeit. Der Betrachter fühlt sich aus dem Unterbewusstsein erfrischt. Die Sehgewohnheiten für Wasserlandschaften entsprechen den Beschreibungen des japnischen Fotografen Hiroshi Sugimoto.
KYMA-Welle will ein neues Verständnis für das Wasser vorwegnehmen und ein Vertrauen in die Lösungsmuster der Natur wecken.
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